Kredit für Arbeitslose ohne Bonitätsprüfung bis 6.000 Euro
Ein Wiener Möbelhaus bot in Kooperation mit einer Bank seinen Kunden einen sogenannten “Möbelkredit” an. Blieb die Kreditsumme unter 6.000 Euro wurde auf eine Bonitätsprüfung verzichtet. Der Nachweis eines aufrechten Dienstverhältnisses und ein Reisepass genügte den Banken um einen Kredit zu vergeben.
Das nützte ein Möbelverkäufer in dem Unternehmen schamlos aus. Er fungierte als illegaler Kreditvermittler und gab seine arbeitslosen Kunden in den Kreditformularen als Arbeitnehmer aus. Den Banken genügte das und sie glaubten den Angaben des Möbelverkäufers. So wurden die Kredite sehr rasch ausbezahlt.
Die Sache flog erst auf als die Arbeitslosen ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen konnten. Als die Dimensionen immer grösser wurden forschte die Bank nach und deckte den Betrug auf.
Bisher konnten dem Möbelverkäufer 80 illegal vermittelte Kredite nachgewiesen werden. Er verursachte damit einen Schaden von rund 500.000 Euro.
Jetzt sitzt er in Untersuchungshaft und legte ein umfassendes Geständnis ab. “Die Arbeitslosen hatten alle kein Geld und haben bei mir um einen Kredit gebettelt”, so der Möbelverkäufer zu seiner Verteidigung.
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